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Aufgabe 2

Aus den Zaubermärchen kennen wir die Feen (oder die 'goldenen Fische' oder ähnliche Fabelwesen), die dem mit einem Problem Ringenden unerwartete Hilfe leisten.
Häufig kleindet sich dieses Angebot in einen Wunsch, den man frei hat. Freilich - und das ist der Haken bei diesen Sächelchen - es darf nur einmal gewünscht werden. Der Wunsch geht augenblicklich in Erfüllung, das wollen die Märchen so.

Stellen Sie sich vor, es gäbe eine solche Instanz, die besonders die Entwerfer ins Herz geschlossen hat und die Wünsche erfüllen kann, die unmittelbar mit den Problemen des Entwerfens zu tun haben. Sie haben einen Wunsch frei.
Was wünschen Sie sich?

Abgabe: 4.12.1997



Unsere Wünsche:
(Später teilt uns Prof. Dehlinger mit, daß er sämtliche abgegebenen 'Wünsche' nicht besonders brilliant fand. Die einzige Ausnahme lautete sinngemäß: "Wenn ich vor mir auf dem Papier eine erarbeite Menge an Lösungsansätzen sehe, wünsche ich mir, daß die 'guten' rot aufleuchten.")

Gäbe es einen Wunsch, den ich erfüllt bekäme, und müßte er sich auf die Probleme des Entwerfens beziehen, dann würde ich mir alle guten Ideen sichern, auf die ich sonst nicht gekommen wäre. Die Aussicht, in jeder Problemsituation die passende, einfache und geniale Idee zu haben, erscheint mir deswegen so verlockend, weil der beste Entwurf meist eine neue Idee oder eine ungewöhnliche Verknüpfung bekannter Ideen ist, und ich mich persönlich nicht unbedingt darauf verlassen kann, immer den richtigen Einfall zu haben. Es gibt sicherlich mehrere Lösungen für einen gelungenen Entwurf, allerdings auch bessere und schlechtere. Ich würde mir eine Fülle von Ideen wünschen, um nicht irgendeine, sondern die beste Lösung durch das Abwägen der verschiedenen Möglichkeiten zu finden.

©and¥


Ich - als Entwerfer - fürchte natürlich ein Nachlassen meines 'Entwurfsvermögens'. In Eigenbeobachtung habe ich eigentlich zwei (wohl nicht direkt in meinem Einflußbereich lokalisierbare) Variablen gefunden, die ein derartiges Nachlassen verursachen können: Entwerfen MÜSSEN anstelle des interessierten, intrinsisch motivierten Entwerfen-WOLLENs sowie der Mangel eines qualifizierten Feedbacks (z.B. in einer Arbeitsgruppe).
Sollte ich mich auf einen Wunsch beschränken, wünschte ich mir, daß ich, wenn ich entwerfen 'muß', immer so gut entwerfe, als 'wolle' ich.

tfischer